25.06.2026

Die Woodscraper sind ein Highlight im Museum Industriekultur Osnabrück

Seit Ende April 2026 läuft im Museum Industriekultur in Osnabrück eine Ausstellung mit dem Thema „Zukunft Bauen – Wie wollen wir wohnen und leben“. Darin werden innovative und nachhaltige Ansätze sowie neue Wohnformen vorgestellt. Das Woodscraper-Projekt ist Teil der Ausstellung, präsentiert wird das Konzept der beiden 12-stöckigen Holzhochhäuser in Wolfsburg. Impulse zur Zukunft des Wohnens liefert dabei nicht nur die Massivholzbauweise der einzelnen Etagen, sondern auch die zirkuläre Bauweise der Woodscraper.

Die beiden Hochhäuser werden derzeit auf den Hellwinkel-Terrassen in Wolfsburg aus vorgefertigten Holzelementen errichtet. Die Baustoffe dieser Elemente lassen sich sortenrein zurückbauen und weiterverwenden. Am Ende ihrer Lebenszeit stehen somit wertvolle Rohstoffe statt Müll zur Verfügung. Eine Forschungsgruppe hat das Projekt begleitet und wertet die Erfahrungen für den zukünftigen zirkulären Holzbau aus. Durch den Einsatz von nachwachsendem Holz und CO₂-reduziertem Beton setzt das Projekt konsequent auf klimafreundliches Bauen.

Die Woodscraper werden von der GLS Bank realisiert: Sie ist Bauherrin und Projekteigentümerin. Zwei weitere wichtige Initiatoren sind das Architekturbüro Partner und Partner aus Berlin und die ebenfalls in Berlin ansässige Unternehmensgruppe Krebs, die als Projektentwickler fungieren.

Die Wolfsburger Hochhäuser bieten 8.000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, bestehend aus einer kleinen Gewerbeeinheit sowie 106 Wohnungen, die größtenteils barrierefrei und zu 45 Prozent sozial gefördert sind. Im Oktober 2024 fand der Spatenstich statt. Die Fertigstellung der Woodscraper ist für 2027 geplant.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. November 2026.
Ort: MIK Museum Industriekultur Osnabrück, Magazingebäude, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
Infos unter: mik-osnabrueck.de 

Wer sich für eine Wohnung interessiert, kann sich per Mail an vermietung-woodscraper@gls.de wenden.

Mehr Infos zur Sonderausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“

Die Sonderausstellung „Zukunft Bauen“ im MIK Museum Industriekultur Osnabrück widmet sich der Frage, wie wir künftig wohnen und leben wollen. Ob in der Stadt oder auf dem Land, allein oder gemeinsam – wir alle brauchen ein Zuhause. Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Gleichzeitig wird Wohnraum immer knapper und für viele Menschen zunehmend unbezahlbar. Hinzu kommen ökologische Herausforderungen wie ein hoher Rohstoffverbrauch, große Abfallmengen und erhebliche CO₂-Emissionen beim Bauen. Wie können unter diesen Voraussetzungen zukunftsfähige Lebensräume entstehen? Wie kann klimaverträgliches Bauen gelingen, das zugleich sozial, nachhaltig und zukunftsorientiert ist? Die Ausstellung „Zukunft Bauen“ setzt Entwicklungen der Baugeschichte in Beziehung zu aktuellen Praktiken. Sie beleuchtet zentrale Probleme und zeigt zugleich innovative Ansätze und visionäre Konzepte für das Bauen und Zusammenleben von morgen. Im Fokus stehen innovative Ansätze und Modelle wie Urban Mining, zirkuläres Bauen, Bauen im Bestand und neue Wohnformen, die ökologische und soziale Aspekte vereinen. Speziell für junge Besucherinnen und Besucher bietet die Ausstellung eine große Mitmachbaustelle und kindgerechte Aktivstationen.  

Blick in die Ausstellung im Museum Osnabrück